Besuch bei Glenfiddich

Besuch bei Glenfiddich

Weiter zu Glenfiddich – dem Branchenprimus. Der Brand, die wohl jeder kennt, der schon mal ein Whiskyglas gehalten hat. Entsprechend sind unsere Erwartungen.

Tour gebucht und los:
ein moderner, beeindruckender Imagefilm (wenig Content, grossartige Bildsprache, epische Musik) stimmt uns ein und zuversichtlich. Anschliessend Empfang durch eine Tourguidin – perfekt programmiert, Fragen sind eine lästige Störung des abgespulten Programms, bleiben ohne Antwort jedoch nicht ohne Kommentar – insgesamt ein stark ernüchterndes Geschehen.

Was man auf der Tour zu sehen bekommt, findet hauptsächlich durch Gucklöcher statt… die Produktionsschritte sind weitgehend hermetisch abgeriegelt, auch Geruch ist nur ganz dezent wahrzunehmen. Sicher ein Beispiel für industrielle Massenfertigung: Ausstoss in Flaschen pro Woche 100.000 Stück.

Wir gönnen uns einen Blick in den Shop, um dort Whisky zu sehen und finden neben Plaids, Hüten, Ledertaschen, Kofferanhängern, Kerzenständern, Duftkerzen tatsächlich auch … eine sehr sehr kleine Auswahl an Whisky.

Verwundert ziehen wir von dannen und gönnen uns im Visitor Restaurant erstmal einen… richtig…. Kaffee.

Fazit:
der grösste Absatzmarkt lt. Tourguidin ist Asien. Entsprechend war die Tour, steril perfekt getimed und streamlined. Für Traditionssuchende Nostalgie-Europäer kein Erlebnis, das man wiederholen müsste.

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